Unser Projekt „Tiere in Not“ versteht sich als Tier-Auffang-Station, nicht nur für Tiere, die nicht mehr gehalten werden können, zu groß wurden oder deren Besitzer ihnen aus Zeitgründen nicht mehr die nötige Aufmerksamkeit und Liebe widmen kann oder möchte.

Es ist auch gedacht für verletzte Wild-Tiere oder für die ungeliebten und oft sogar verabscheuten Lebewesen, ebenso für solche, die teils völlig unbegründet vielen Menschen immer wieder Angst machen.

 

Dieses Projekt „Tiere in Not“ ist dem „Erbsen-Spirit“ als Teilbereich untergeordnet, einem spirituellen Kinder-Projekt, das von unserem derzeit jüngsten Gemeinschaft-Mitglied Rigani (10 Jahre alt) geleitet wird.

Unser Anliegen ist es nicht nur allen Wesen, also auch den vielfältigen Tieren ebenfalls Liebe, Geborgenheit und Mitgefühl zukommen zu lassen, sondern auch durch unseren Liebe das Leid in dieser Welt etwas zu lindern.

Doch verstehen wir uns nicht als Fanatiker, die sich jetzt NUR noch für Tiere aufopfern und darüber ihre Mitmenschen, die Natur und sich selbst übersehen!
Alles muß in einem ausgewogenem Verhältnis in Harmonie gebracht werden. Keines der Extreme wird je zu Harmonie führen, denn der Weg liegt IMMER in der Mitte.

Tiere sind allein schon aus pädagogischer Sicht sehr wertvoll für Kinder. Sie lernen so bereits in frühen Jahren Warmherzigkeit und Verantwortung zu übernehmen.
Doch ist es uns hiermit auch wichtig zu vermitteln, daß nicht nur kleine Kätzchen und Häschen mit Knopfaugen und Kuschel-Fell oder kleine Küken mit Federflaum ein Recht darauf haben, daß wir ihnen mit Achtsamkeit, Mitgefühl und Liebe begegnen, sondern auch Spinnen, Schlangen, Mäuse, Käfer oder selbst sogar Kakerlaken.
Alle diese Wesen sind ebenso perfekte erschaffene Wesen und ebenso ein Teil des Ganzen.

Solange wir nämlich immer noch werten und bevorzugen, werden wir NIE zu höherem Bewußtsein gelangen und NIE selbstlose Liebe erfahren, geschweige denn je selbst sein können!

Deshalb sind selbst die kleinsten solcher Lebewesen, auch gleichzeitig unsere Lehrer. Denn wir lernen über das Beobachten.

Indem wir beobachten, wie sie leben, wie sie atmen, wie sie sich bewegen, fressen, laufen, krabbeln, gleiten oder fliegen und uns dann geistig mit ihnen verbinden, lernen wir auch tiefstes Mitgefühl auch für solche Wesen zu empfinden.

Wir können durch geduldige Beobachtung und Visualisierung, fühlen, was sie fühlen, sehen, was sie sehen, spüren, was sie spüren.

Indem wir uns mittels Visualisierung darauf konzentrieren, als wären wir z.B. die gerade beobachtete Spinne, und fühlen, wie wir mit 8 Beinen vorsichtig über unser gesponnenes Netz laufen, dann verstehen wir diese Wesen, die Natur, die Schöpfung und das gesamte Schöpfungs-Bewußtsein etwas mehr. Denn wir erfahren diese Wesen ebenso wie uns selbst lediglich nur als ein Teil des Ganzen.

Wenn wir nun neben dem Mitgefühl aber auch Achtsamkeit und Liebe ALLEN Kreaturen entgegenbringen, wachsen wir selbst in unserem spirituellem Bewußtsein.
Darum können auch solche Tiere unsere Lehrer sein.

 

Obgleich Rigani bereits schon als Kleinkind besonders gefühlvoll, feinfühlig und sensibel war, sie keine Angst selbst vor GEFÄHRLICHSTEN Tieren hatte (selbstverständlich wurde sehr stark aufgepaßt, sie keinesfalls einer echten Gefahr unkontrolliert auszusetzen), war doch eine gewisse Angst und Abneigung vor Spinnen da.
Ob dies durch andere Kinder ausgelöst wurde oder was der Grund dafür war, ist unbekannt. Vielleicht war es einfach nur die ungewöhnliche Fortbewegungsweise, wenn diese Geschöpfe langsam auf ihrem zarten und hauchdünnen Netz balanzieren, um dann bei Gefahr oder Beute blitzschnell zu reagieren. Vielleicht waren es die starren Augen oder die unheimlich wirkenden Beiß-Zangen, auch das ist unbekannt geblieben.
Sie hatte ständig Angst, selbst vor kleinen Vertretern dieser Art, wenn sie in einer verborgenen Zimmerecke solch ein Wesen entdeckte und gab erst Ruhe, wenn die Spinne aus ihrem Bereich umgesiedelt wurde.
Auch alle Erklärungen, daß Spinnen in der Zeit des alten China Glücks-Symbole waren oder dass Spinnen doch aus anderer Perspektive betrachtet, symbiotische „Partner“ wären, indem sie durch ihre Netze heranschleichende Moskitos abfangen, die dann Rigani nicht mehr stechen würden, halfen nicht. Die Angst blieb.

Doch eine Angst können wir nur überwinden, indem wir uns ihr stellen und ihr von Angesicht zu Angesicht begegnen, um sie sodann loszulassen.

So bekam Rigani kurzerhand eine wunderschöne blaue und giftige Vogel-Spinne geschenkt, samt Terrarium. Nachdem ihr der Zweck des Geschenkes erklärt wurde, verstand sie sofort und saß oft lange vor dem Terrarium, nur um diese sehr viel größere und sogar bissige Spinne zu beobachten. Und bereits nach kurzer Zeit, wechselten Angst gegenüber Respekt, Abscheu gegenüber Faszination, Haß gegenüber Liebe und Mitgefühl.

Als sie 3 Monate später ihre afrikanische etwas jüngere Freundin traf, die ebenfalls panisch, angstvoll und voller Abscheu gegenüber Spinnen reagierte, erklärte Rigani ihr alles das, was sie erlebte und ihre Erfahrungen.
Und so wurde daraus bereits ein Unterricht, der zu einem Umdenken führte und lehrte das Leben zu achten.

 

 

Ein anderes Beispiel trug sich im Sommer 2017 zu.
Bei Gartenarbeiten grub unsere chinesische Ärztin Li Bai eine kleine Feldmaus mit aus. Diese hatte die Mutter verloren und zitterte hilflos an der Oberfläche.
Rigani nahm sich ihrer an und fuhr zum Zoohandel, um Katzen-Aufzuchtmilch zu besorgen.
Doch sowohl unsere buddhistische Ärztin, als auch das Personal des Zoohandels waren einstimmig überzeugt, daß dieses Mäuschen viel zu schwach sei und absolut keine Überlebens-Chance hätte.

Aber Rigani ließ sich nicht beirren. Sie rührte aus einer offenen Packung Aptamil-Babymilch etwas Milch an und fütterte Tag und Nacht das Mäuschen mit Tropfen auf ihrem Finger, die diese immer mehr ableckte.
Durch ihre unsagbare Geduld schaffte sie es tatsächlich den Lebenswillen der bei Gärtnern alles andere als „beliebten“ kleinen Feldmaus wieder zu entfachen und mit jedem Tag wuchs die Maus. Schon nach kurzer Zeit war sie nicht nur putzmunter, sondern quicklebendig, mit einer ordentlichen Portion Schabernack im Pelz.

Sie bekam dann ein eigenes Terrarium, um nun nicht doch noch in Mausefallen zum Opfer der Kleingärtner zu werden.

 

Durch ein verlassenes Schwanen-Nest im Frühjahr 2017, versuchte Rigani die Eier dennoch zu retten.
Experten des Tierparks bezichtigten keine Chance, da die Eier bereits zu lange ausgekühlt wären, doch es wurde trotzdem eine Brutmaschine (Inkubator) besorgt, um nichts unversucht zu lassen.

Mit den Schwanen-Eiern war uns leider tätsächlich kein Glück beschieden. Sie waren bereits abgestorben. Doch auch solche Erfahrungen sind für Kinder wichtig. Ebenso einige der ersten Mißerfolge beim Ausbrüten von befruchteten Wachtel-Eiern, die Rigani dann für ihre Brutmaschine geschenkt bekam, als kurze Zeit später die dann tatsächlich geschlüpften Küken starben, weil sie es nicht lernten, selbst zu fressen.

Doch der Tod gehört zum Leben, ebenso wie wir auch Mißerfolge haben, um daraus zu lernen.

Und bereits beim nächsten Schlupf klappte alles besser und mit viel Zeit und Enthusiasmus zeigt Rigani mit ihrem Finger oft stundenlang den winzigen Geschöpfen, wie man das Aufzuchtfutter aufpickt, wie man das Wasser vom kleinen Deckel trinkt und all die Mühe und Hingabe waren dann immer öfter erfolgreich, die kleinen Wachtel-Babys entwickelten selbst den Lebenswunsch, fraßen und tranken emsig, so daß wir nun mittlerweile eine eigene kleine Wachtel-Farm für „Eden Spirit“ bekamen.

 

 

Diese jüngsten Beispiele zeigen, wie wichtig gerade für Kinder ein Lernen MIT den Tieren und MIT der Natur ist, um dadurch selber spirituell zu wachsen und neben Liebe, Mitgefühl auch Geduld und Verantwortungsbewußtsein zu schulen.

Viele wissenschaftliche Studien belegen nicht nur eine äußerst positive Entwicklung bei Kindern im Umgang mit Tieren, auch bei kranken und alten Menschen ist dies der Fall. Kranke gesunden leichter und schneller, alte Menschen bekommen wieder mehr Lebensfreude und Farbe in ihren tristen Alltag und so wird das „Tier-Projekt“ unseres „Erbsen-Spirits“ mit allen Bereichen im „Eden Spirit“ verwoben sein, um wieder ein weiteres Stück des Ganzen zu bilden, einen Rückzugs-Ort der Ruhe und Harmonie zu erschaffen, sei es für Menschen, Tiere, Bäume, Pflanzen oder andere Wesenheiten.
Denn wir alle sind EINS …

 

 

Hier einige weitere Impressionen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seit frühesten Kinderjahren wuchs Rigani selbst mit verschiedenen Tieren auf, wozu auch Fische, Frösche, Axolotl und diverse Schildkröten gehörten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Gegensatz zum sehr aggressiven Netzpython, ist der Tigerpython eine besonders friedliche und liebevolle Riesenschlange, die auch sehr gut mit Kindern verträglich ist. Trotzdem gilt auch hier höchste Achtsamkeit, um kein Unterschätzen einer möglichen Gefahr zu begehen. Denn das Zustoßen der Schlange im Falle eines Angriffs oder dem Schnappen nach Beute, ist derart blitzschnell, daß das menschliche Auge nicht mehr in der Lage ist, dies rechtzeitig zu erfassen.
Aufgrund der sehr friedlichen und liebevollen Art dieser Schlange, werden solche Tiere in Südost-Asien in dörflichen Gegenden sehr gern als Haustier, ähnlich einem Hund gehalten.
Rigani wuchs mit unserer Tigerpython bereits seit ihrer Geburt auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese wundervolle Alligator-Schildkröte fand Rigani im Supermark eines chinesischen Kaufhauses in Hohhot, wo sie lebend für Schildkröten-Suppe angeboten wurde. Aus Mitgefühl wünschte sich Rigani dieses Tier zum Geburtstag, um sie freizukaufen und so schufen wir ihr in unserer Wohnung in China ein neues Zuhause, wo sie sicher ist, um nicht wieder erneut gefangen und doch noch als „Delikasse“ gekocht zu werden.
Obgleich diese auch als Geier-Schildkröte (Macrochelys temminckii) bekannte Art zu den gefährlichsten Tieren der Welt gezählt wird, aufgrund ihres äußerst aggressiven Verhaltens und der enormen Verletzungsrisiken, versuchten wir dennoch diesem Tier zu helfen.
In Deutschland ist die Einfuhr und der Handel dieser Art leider verboten. Dies geht wohl auf den Umstand zurück, daß vielen Besitzern diese Tiere irgendwannn zu groß und zu gefährlich wurden, sie dadurch öfter ausgesetzt wurden und unvorbereiteten Anglern dann im Wasser wohl öfter ein Bein abgebissen hätten.
Diese Tiere werden in freier Wildbahn um die 1,20-1,30 m lang, haben einen sehr langen Hals, der fast so lang wie ihr gesamter Körper ist, wodurch das blitzschnelle einer Schlange ähnelnde Herausschießen des angreifenden Kopfes oft gewaltig unterschätzt wird. Ihre äußerst kräftigen Kiefer beißen mühelos auch kräftige Knochen durch. Dadurch ist dieses Tier natürlich alles andere als ein „Streicheltier“ zum schmusen. Dennoch bleibt es ebenso ein Lebewesen, das ein Recht darauf hat zu LEBEN und nicht als Suppen-Beilage zu enden!
Rigani lernte, selbstverständlich im Beisein und unter Aufsicht Erwachsener, auch den artgerechten Umgang mit solchen wirklich gefährlichen Tieren und statt Angst, nötige Achtsamkeit und Respekt zu entwickeln. Denn die Unberechenbarkeit solcher Tiere machen sie auch wieder berechenbar, indem jeder Moment sehr aufgepasst werden und die Situation stets unter Kontrolle gehalten werden muß.
Da ein Freilassen in China leider undenkbar ist und dieses wunderschöne Wesen sofort wieder im nächsten Kochtopf landen würde, wurde diese Schildi in der Obhut von Riganis Familie in China belassen.
Sollte eine artgerechte Haltung irgendwann im „Eden Spirit“ eine behördliche Genehmigung in Deutschland bekommen, würden wir dieses Tier sehr gerne mit nach Deutschland überführen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Durch Riganis Mitgefühl auch für die zahlreichen traurigen herumstreunenden Straßen-Hunde und -Katzen, die in Nord-China recht herzlos buchstäblich weggeschmissen und sich selbst überlassen werden, sobald man ihrer überdrüssig ist, entschloß sich auch Riganis Großmutter in Hohhot sich einiger dieser notleidenden Tiere anzunehmen. So richtete sie eine Auffang-Station für hilfsbedürftige Hunde und Katzen ein, engagierte in einem naheliegendem Dorf einen Betreuer, der gegen monatliches Entgeld seinen Hof zur Verfügung stellte und die Versorgung der Tiere übernahm.
Nach und nach sammelte Riganis Großmutter immer mehr solcher hilfsbedürftigen Tiere von der Straße und brachte sie in ihre Auffang-Station, wo sie nun sorgenfrei ein unbeschwertes Hunde- und Katzenleben führen können, ohne mehr um Nachstellungen, mutwillige Tötungen oder Hungersnot mehr fürchten müssen.
Um die Versorgung dieser Tiere zu gewährleisten, bringt die Großmutter selbst einen Teil ihrer Rente auf und verkauft extra auch in eigenem Straßen-Imbiss selbst erstellte Speisen, um den Tieren ihr sicheres neues Zuhause zu finanzieren.

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein morgendlicher Besucher, eine Möve, die eine Zeitlang jeden Tag an unser Küchenfenster kam, mit dem Schnabel so lange lautstark anklopfte, bis wir das Fenster öffneten und ihr Futter gaben. Obgleich sie sich nicht streicheln ließ, war sie doch derart zutraulich, daß sie regelmäßig aus der Hand fraß.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anläßlich des Geburtstages des Boddhisattvas Guan Yin (Göttin der Barmherzigkeit und des unendlichen Mitgefühls) ist es bei Buddhisten in China Tradition an diesem Tag Karpfen wieder zurück in die Freiheit zu entlassen.
Auf Einladung unserer in Hamburg lebenden chinesischen Ärztin Li Bai, nahm Rigani an der Zeremonie teil und entließ zahlreiche Karpfen am Elbe-Strand in eine neue Freiheit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Putzmunter ist nun die zwischenzeitlich ausgewachsene Feldmaus, die durch Rigani aufgezogen und so vor dem sicheren Tod gerettet wurde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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